Osteopathie in der Zentrumpraxis Friedberg2018-04-17T15:16:12+00:00
Zentrumpraxis Friedberg

Osteopathie

Die Osteopathische Medizin ist eine wertvolle Ergänzung zur klassischen Schulmedizin: Sie befasst sich mit der Analyse und Heilung von Fehlfunktionen im Bewegungssystem, in den inneren Organen und am Nervensystem. 
Die Osteopathie geht davon aus, dass dort, wo der Körper Bewegungen nicht optimal ausführen kann, Krankheiten entstehen. Erst das reibungslose Zusammenspiel aller Körpereinheiten ermöglicht dem Organismus, als Ganzes zu funktionieren.
Funktionelle Beschwerden können überall im Körper auftreten. Die Diagnose und Behandlung erfolgt durch die Hände des osteopathischen Arztes. Die meisten Behandlungsmethoden sind sogenannte weiche Techniken.

In der Osteopathie ist das Ziel die Gesundheit des Patienten wiederherzustellen und zu stärken. Osteoapthie ist weniger auf die Beseitigung von Krankheit ausgerichtet.

In unserem Osteopathie Zentrum verfügen wir über eine 18 Jährige intensive Erfahrung. Wir führen pro Jahr ca. 8000 osteopathische Behandlungen durch. Unsere osteopathischen Ärzte arbeiten alle seit 10-18 Jahren täglich in den verschiedenen Bereichen der Osteopathie. Das Spektrum unserer Patienten ist vielfältig und wir behandeln Patienten aus ganz Deutschland.

Was kann mit Osteopathie behandelt werden:

  • akute und chronische Schmerzen im Bewegungsapparat
chronische
  • Funktionsstörungen im Bauchraum und Brustkorb
  • Entwicklungsstörungen bei Säuglingen und Kindern

Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Für den Bereich der Wirbelsäule, z.B. beim chronischen Schmerz -Syndrom der Wirbelsäule geht die Bundesärztekammer in der Regel von einer Wirksamkeit osteopathischer Behandlungen aus (Deutsches Ärzteblatt 2009, Seite 2325 ff.). Im Übrigen gibt es bislang keine Studien die in wissenschaftlicher Hinsicht die Wirkungsweise der Osteopathischen Medizin bei den unten aufgeführten Krankheitsbildern nachweisen.

1. Geschichte der Osteopathie

1.1 Osteopathische Ärzte in den USA

1892 begründete der amerikanische Arzt Dr. A. T. Still die Osteopathie. Der Begriff stammt von den beiden griechischen Wörtern Osteon = der Knochen und Pathos = die Krankheit. Dr. Still fand heraus, dass funktionelle Störungen der Wirbelsäule Gesundheitsstörungen im ganzen Körper auslösen können. Dr. Still entwickelte schließlich ein Medizinsystem, mit dem Funktionsstörungen im gesamten Körper behandelt werden können. Im selben Jahr gründete Still das erste osteopathische College.
In den USA ist seit ca. 1960 das Studium der Osteopathie eine vollständige akademische Ausbildung und dem Medizinstudium gleichgestellt. Derzeit gibt es in den USA 29 osteopathische Universitäten mit staatlich anerkanntem Abschluss.

1.2 Osteopathen in Europa

In Europa hat sich die Osteopathie erst seit etwa 1990 verbreitet. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Privatschulen, die Osteopathen ausbilden. Diese Ausbildung ist jedoch nicht mit dem Vollstudium der osteopathischen Ärzte in den USA vergleichbar. In Deutschland gibt es bis heute kein Berufsbild Osteopath und es besteht keine staatlich geregelte Ausbildung. Europäische Osteopathen sind in der Regel Heilpraktiker oder Physiotherapeuten und keine Ärzte. Nur Osteopathen mit dem Diplom D. O. (Diplom Osteopath) haben eine qualifizierte Ausbildung und dies sind zur Zeit etwa 3.000 in ganz Deutschland.

2. Osteopathische Ärzte, Definition Osteopathische Medizin

2.1 Osteopathische Ärzte

Die DGOM (Deutsche Gesellschaft für Osteopathische Medizin) führt seit 1997 eine 4-jährige berufsbegleitende Fortbildung Osteopathische Medizin nach dem amerikanischen Standard durch. Aufbauend auf dem Medizinstudium und der Facharztweiterbildung lernen die Ärzte das gesamte Spektrum der Osteopathie in einem strukturierten Curriculum. Der Abschluss ist D.O.M. (Diplom für Osteopathische Medizin. Es gibt in Deutschland 5 ärztliche Schulen für Osteopathische Medizin die im Dachverband BDOÄ zusammengeschlossen sind. Derzeit haben in Deutschland ca. 2.300 Ärzte ein Diplom in Osteopathische Medizin nach den EROP (Europäisches Register für Osteopathische Ärzte) Regeln.
Seit Oktober 2017 gibt es in Mannheim die Hochschule HGWR (Hochschule für gesundheitsorientierte Wissenschaften Rhein/Neckar). Im Fachbereich Osteopathie – den unser Professor Dr. Mayer leitet – können Ärzte jetzt als Zweitstudium auch Osteopathie studieren.

2.2 Definition Osteopathische Medizin

Osteopathische Medizin beinhaltet eine umfassende manuelle Diagnostik und Therapie von Fehlfunktionen im Bewegungssystem, den inneren Organen und am Nervensystem. Im Zentrum der Therapie steht nicht die Behandlung einer Krankheit an sich, sondern immer die individuelle Situation bei einem Patienten. Im Mittelpunkt stehen die Selbstheilungskräfte des Patienten, denn jeder Körper hat in sich eine starke Kraft zur Gesundheit. Der osteopathische Arzt regt diese an und fördert damit die Selbstheilung.

3. Wirksamkeit

Für die Wirksamkeit der Osteopathischen Medizin gibt es in der anerkannten internationalen wissenschaftlichen Literatur eine Fülle von hervorragenden Veröffentlichungen aus den Reihen der amerikanischen D.O.`s (Doctors of Osteopathic Medicine). Viele D.O.`s arbeiten an renommierten Universitätskliniken gemeinsam mit ihren medizini-schen Kollegen.
Aufgrund der noch relativ neuen Entwicklung der Osteopathischen Medizin in Deutschland finden sich erst wenige deutschsprachige Publikationen. Inzwischen gibt es aber drei deutsche Zeitschriften für Osteopathie mit zunehmend mehr Veröffentlichungen. In den letzten 5 Jahren sind auch ca. 30 verschiedene Osteopathische Lehrbücher in deutscher Sprache erschienen, darunter das bekannte Standardlehrbuch „Osteopathische Medizin“ von Prof. Ph. Greenmann von der Michigan State University. Die OIA (Osteopathic International Alliance) hat in Ihrem großen Osteopathie Bericht, der im Januar 2013 in Kooperation mit der WHO veröffentlicht wurde ca. 100 Studien zur Wirksamkeit der Osteopathie aufgelistet (www.oialliance.org)

4. Kosten

4.1 Kassenpatienten

In Deutschland ist die Osteopathische Medizin keine Kassenleistung. Osteopathische Behandlungen müssen daher nach der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) wie bei einem Privatpatienten abgerechnet werden. Nach den Sätzen der GOÄ ergibt sich je nach den gewählten Behandlungsmethoden und dem Zeitaufwand ein Kostensatz zwischen ca. 93.- EUR und 131.- EUR pro Sitzung.
Sie erhalten vor der osteopathischen Behandlung ein detailliertes Informationsblatt mit den exakten Gebührensätzen der DGOM (Deutsche Gesellschaft für Osteopathische Medizin) und es wird auch die Anzahl der Behandlungen vereinbart. Patienten von Prof. Mayer erhalten eine eigene Abdingung.

Mit Stand Februar 2018 erstatten derzeit ca. 95 gesetzliche Krankenkassen einen Teil der Osteopathische Behandlungen. In der Regel werden pro Sitzung  zwischen 20 -und 50.-€ erstattet und dies für maximal 3-6 Sitzungen pro Jahr.  Erkundigen Sie sich bitte bei Ihrer Krankenkasse über den aktuellen Erstattungsmodus.  Voraussetzung ist, dass der Osteopathische Arzt oder Osteopath (Heilpraktiker) eine von den Krankenkassen anerkannte Fortbildung nachweist.

Für unsere 4 osteopathischen Ärzte in der Zentrumpraxis trifft dies uneingeschränkt zu. Wir sind auf allen Listen der Krankenkassen aufgeführt.

4.2 Privatpatienten

Bei Privatpatienten bezahlen die privaten Krankenversicherer grundsätzlich osteopathische Behandlungen entsprechend der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte). Der BDOÄ (Berufsverband Deutscher Osteopathischer Ärzteverbände) hat dafür auch offizielle Empfehlungen herausgegeben die wir benutzen.

5. Termine

5.1 Säuglinge, Kleinkinder

Bei Säuglingen sind in der Regel 2 Termine im Abstand von 2-4 Wochen notwendig. Aufgrund der meistens akuten Beschwerden und dem hohen Leidensdruck versucht das Praxisteam immer zeitnah einen passenden Termin zu finden. Die erste Behandlung sollte zwischen der 6-10 Woche erfolgen. Dies hat sich in Studien als bester Zeitpunkt herausgestellt.

5.2 Kinder, Erwachsene

Akute Erkrankungen
Akute Erkrankungen können sehr gut mit Chirotherapie und Neuraltherapie behandelt werden. Es fließen dabei selbstverständlich osteopathische Behandlungsmethoden ein. Bitte Melden sie sich für die Notfallsprechstunde an. Aufgrund der Spezialisierung unserer Praxis können aus Zeitgründen akute Krankheitsbilder nicht rein osteopathisch behandelt werden.

Chronische Erkrankungen
Eine Domäne der Osteopathie liegt in der Behandlung von chronischen Erkrankungen. Dafür ist eine Behandlungsserie (Basisserie) notwendig. Sie beinhaltet grundsätzlich 3 Behandlungen im Abstand von 2-3 Wochen. Wenn Sie sich beim Praxis-Team anmelden, werden daher von vornherein 3 Termine vereinbart. Sollte sich nach der ersten Behandlung herausstellen, dass nicht alle drei Termine notwendig sind, oder die Osteopathie nicht die geeignete Behandlung ist, werden die anderen Termine (kostenfrei) gelöscht.
Unser Praxis-Team ist immer bemüht, den für Sie passenden Termin zu finden und Wartezeiten möglichst kurz zu halten. Wir bitten Sie daher, auch bei Verhinderung, einen Termin möglichst frühzeitig abzusagen, damit z.B. ein Säugling mit akuten Gesundheitsproblemen, kurzfristig eingeschoben werden kann.

6. Krankheitsbilder

Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Für den Bereich der Wirbelsäule, z.B. beim chronischen Schmerz -Syndrom der Wirbelsäule geht die Bundesärztekammer in der Regel von einer Wirksamkeit osteopathischer Behandlungen aus (Deutsches Ärzteblatt 2009, Seite 2325 ff.). Im Übrigen gibt es bislang keine Studien die in wissenschaftlicher Hinsicht die Wirkungsweise der Osteopathischen Medizin bei den unten aufgeführten Krankheitsbildern nachweisen.

6.1 Säuglinge

Bei Säuglingen kann es in Folge einer komplizierten Geburt zu vielfältigen funktionellen Störungen kommen. Nicht jede Geburt ist für jeden Säugling ein Trauma und viele Säuglinge überstehen auch komplizierte Geburten ohne funktionelle Störungen. Wichtig ist dabei immer, zusammen mit der Hebamme und dem Kinderarzt die weitere Entwicklung des Säuglings zu beobachten und ggf. dann einen osteopathischen Arzt zu Rate zu ziehen.
Aufgrund großer Studien in den USA (Prof. V. Frymann) wissen wir, dass unmittelbar nach der Geburt von 100 Säuglingen 50 gravierende funktionelle Störungen zeigen. Nach 6 Woche sind von den 50 gestörten Säuglingen aber 49 vollständig spontan ausgeheilt. Im Klartext, die Natur kann am Beginn des Lebens sehr viel oder fast alles von selbst beheben. Funktionsstörungen die nach 6 Wochen noch vorhanden sind bleiben ohne eine osteopathische Behandlung häufig über Jahre bestehen und stören die motorische und seelische Entwicklung des Kindes
Säuglinge sollten daher frühestens ab der 6. Lebenswoche osteopathisch untersucht und behandelt werden. Ausnahmen sind Säuglinge mit schweren Geburtstraumen, die von Anfang an gravierende Störungen aufzeigen.

Hinweise für eine Komplizierte Geburt

Aus osteopathischer Sicht finden sich folgende Hinweise für eine komplizierte Geburt des Säuglings:
• Sehr kurze (bis 1 Stunde) oder sehr lange Geburt (über 10 Stunden)
• Saugglocke oder Zange
• Sectio wegen Geburtsstillstand
• Schlüsselbeinbruch während Geburt
• Beckenendlage oder Schräglage

Hinweise für funktionelle Störungen des Säuglings

Für funktionelle Störungen des Säuglings sprechen aus osteopathischer Sicht folgende Hinweise:
• einseitige Kopfhaltung des Säuglings nach rechts oder nach links
• Abflachung des Hinterkopfes auf einer Seite wegen Schieflage
• starkes Überstrecken des Kopfes nach hinten und Krümmung des Körpers wie eine Banane
• Schiefhals
• Anhaltende Trinkschwäche in Verbindung mit den oben genannten Störungen
• Starke Blähungen, Aufstoßen
• Große Unruhe des Säuglings mit Verkrampfung der Hände bzw. Arme
• Schreikind vor allem nachts (Säugling schreit über Stunden)

Was ist das KISS-Syndrom?

Das KISS-Syndrom ist die Abkürzung für Kopfgelenk induzierte Symmetrie Störungen. Das KISS-Syndrom ist eine rein deutsche Erfindung und dieser Ausdruck ist international nicht gebräuchlich. Die Verfechter des KISS-Syndroms behaupten, dass praktisch alle Störungen beim Säugling und Kleinkind von Störungen des Atlas, also des ersten Halswirbels, ausgehen. Aus osteopathischer Sicht ist zwar der Atlas sehr häufig eine Ursache für funktionelle Störungen bei Säuglingen, aber bei weitem nicht die einzige.

Tonus-Asymmetrie-Syndrom

Dies ist die internationale Bezeichnung für funktionelle Störungen bei Säuglingen, die sich in einer unterschiedlichen Spannung der Gewebe im Säugling ausdrücken.
Neben den oben genannten Störungen des Atlas finden wir bei Säuglingen ganz häufig Störungen im Becken, Thorax, Bauchraum und vor allem im Schädelbereich. Der Blickwinkel der Osteopathischen Medizin ist hier nicht auf eine Modesyndrom (KISS) gerichtet, sondern auf den ganzen Säugling mit seiner individuellen Vielfalt an möglichen Störmustern. Bei der Therapie von Säuglingen ist daher eine präzise Diagnose von entscheidender Bedeutung. Die Therapie ergibt sich dann automatisch aus der Diagnose.

Therapiedauer bei Säuglingen

Säuglinge müssen in der Regel ein bis zweimal im Abstand von einigen Wochen behandelt werden. Im Allgemeinen beginnt die erste Behandlung 6-12 Wochen nach der Geburt. Es kann eine Latenzzeit bis zum Auftreten des Therapieerfolges auftreten. Deshalb empfehlen wir in Übereinstimmung mit den Therapieempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für manuelle Medizin ein Wiederbehandlung frühestens nach 2-3 Wochen. In Sonderfällen, z.B. bei schweren Deformierungen des Kopfes sind 3-5 Sitzungen notwendig.

6.2 Schwangerschaft

Typische Beschwerden bei Schwangeren, die osteopathisch behandelt werden können, sind:
• Hartnäckige Ischiasschmerzen, vor allem bei einseitigen Schmerzen
• Beckenschmerzen mit Bewegungseinschränkung
• Nacken- und Kopfschmerzen

Darf in der Schwangerschaft osteopathisch behandelt werden:
Osteopathische Methoden sind in der Schwangerschaft bis unmittelbar vor dem Geburtstermin möglich. Fast alle osteopathischen Techniken sind als „weich“ einzustufen und können ohne Gefahr für Mutter und Kind ausgeführt werden.
Wichtig für eine normale, spontane Geburt ist eine normale Beckenfunktion der Schwangeren. Im Zweifelsfall sollte deshalb bei Beckenschmerzen vor der Entbindung das Becken osteopathisch untersucht und korrigiert werden, da dies die Entbindung erleichtert.

6.3 Wochenbett, Stillzeit

Nach der Entbindung gibt es für etwa 3 Monate verschiedene Rückbildungsvorgänge im Körper der Mutter. Besonders betroffen sind das Becken, der gesamte Bauchraum, aber auch die Wirbelsäule. Sollten nach diesen 3 Monaten hartnäckige Beschwerden in einem der Bereiche bestehen, ist häufig eine Beckenfunktionsstörung (oft eine Beeinträchtigung des Steißbeines) als Folge der Geburt der Grund. Dies kann häufig mit einer osteopathischen Behandlung in 1-2 Sitzungen behoben werden.

6.4 Kleinkinder, Kinder

Bei Kleinkindern und Kindern finden sich häufig funktionelle Störungen als Ursache oder Teilursache für Krankheitsbilder. Im Einzelfall muss immer durch eine osteopathische Untersuchung abgeklärt werden, ob derartige Funktionsstörungen vorliegen. Im Folgenden einige Beispiele für häufige Krankheitsbilder, die osteopathische Ursachen oder Teilursachen haben.
• Koordinationsstörungen in der Grobmotorik oder Feinmotorik
• Gangstörungen, vor allem „Einwärtsgang“
• Verkrümmungen der Wirbelsäule oder des Brustkorbes
• Entwicklungsverzögerungen motorisch
• Verzögerte Sprachentwicklung
• Sogenannte „zappelige Kinder“, ADS = Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom
• chronische Kopfschmerzen, Migräne
• ungeklärte Bauchschmerzen
• Bettnässen
• ungeklärte Schmerzen an den Beinen oder Armen

6.5 Erwachsene

Grundsätzlich können in der Osteopathie akute und chronische Beschwerden behandelt werden. Für akute Beschwerden gibt es in der Medizin viele erfolgreiche Behandlungsmethoden. Für chronische Beschwerden gibt es oftmals nur wenige Erfolg versprechende Verfahren. Deshalb liegt die Domäne der Osteopathischen Medizin vor allem in der Behandlung chronischer Schmerzpatienten.

Schmerzen und Bewegungseinschränkungen:
• an der Wirbelsäule, vor allem wenn mehrere Stellen betroffen sind
• an den Armen oder Beinen
• an den großen Gelenken wie Schulter, Ellenbogen, Knie, Hüfte, Sprunggelenk
• nach Unfällen mit Verletzungen der WS oder der Extremitäten

Spezielle Krankheitsbilder:
• chronische Kopfschmerzen, Migräne
• Schwindel
• Ohrgeräusche (Tinnitus)
• Chronischer Nackenschmerz
• Atypische Gesichtsschmerzen
• Kiefergelenks-Schmerzen
• Ungeklärte Oberbauch-Schmerzen
• Ungeklärte Unterbauch-Schmerzen
• Nervöse Magen-Darm-Beschwerden
• Reizdarm
• Reizblase
• Chronische Entzündung der Prostata (Prostatitis)
• Chronischer Ischias-Schmerz
• Chronischer Beckenschmerz

Dies sind einige Beispiele für häufige in unserer Praxis vorkommende Krankheitsbilder. In der Regel sind bei diesen Krankheitsbildern am Anfang 3 Behandlungen im Abstand von 2-3 Wochen notwendig, dann erfolgt in 3-4 Monaten eine erste Kontrolle und bei langjährigen chronischen Verläufen dann alle 6-9 Monate eine Behandlung. Ziel ist immer eine Stabilisierung des Patienten durch Stärkung seiner Eigenkräfte auf möglichst hohem Niveau.
Parallel zu einer osteopathischen Behandlung ist eine Akupunktur sehr hilfreich Gerade die Kombination Osteopathie mit Akupunktur ergibt besonders gute Ergebnisse. Die Art der Akupunktur wird in inserer Praxis zwischen den Osteopathie-Ärzten Dr. Mayer und Dr. Göbel mit dem Akupunktur-Arzt Dr. Schottdorf im Detail abgestimmt.

7. Behandlungsablauf

7.1 Krankheitsvorgeschichte

Aktuelle Beschwerden

Bei der osteopathischen Krankheitsvorgeschichte sind nicht nur die aktuellen Beschwerden des Patienten wichtig. Von großer Bedeutung ist die zeitliche Entwicklung der einzelnen Beschwerden.

Wann hat was angefangen und wie hat sich das Beschwerdebild aufgebaut.
Der Zeitpunkt der ersten eigentlichen Ursache kann dabei weit zurückliegen und wird oft vom Patienten vergessen, weil zunächst keine Beschwerden bestanden.

Praxisbeispiel:
Ein typisches Beispiel aus der Praxis: Ein Patient kommt in die Sprechstunde wegen chronischer Kopfschmerzen. Vor 10 Jahren Sturz im Winter auf Eisplatte „voll auf den Hintern“, nach 1 Jahr zunehmende Rückenschmerzen, seit 5 Jahren Dauerschmerzen zwischen den Schulterblättern und jetzt seit 3 Jahren chronische Nacken- und Kopfschmerzen. Die Ursachenkette beginnt unten im Becken mit einer Beckenverschiebung vor 10 Jahren und wandert dann die ganze Wirbelsäule hoch bis zum Nacken und Hinterkopf. In diesem Fall ist es wichtig, nicht nur die Kopfschmerzen des Patienten zu behandeln, sondern die dahinterliegenden Ursachen (Becken, Brustwirbelsäule) zu erforschen und auch zu behandeln, damit der Patient langfristig beschwerdefrei wird.

Die wichtige Rolle von Unfällen (Traumen):

In der Vorgeschichte sind Traumen von großer Bedeutung. Unter einem Trauma versteht man plötzliche körperliche oder seelische Schädigung, die durch ein akutes Ereignis aufgetreten sind.
Häufig sind massive Stürze z.B. auf den „Hintern“, auf den Kopf, auf den Brustkorb, aber auch schwere Prellungen z.B. von Armen oder Beinen, Prellungen vom Brustkorb und dem Schädel. Häufig haben die Patienten im Rahmen von Unfällen (beim Sport in der Freizeit, mit dem Rad mit dem Auto usw.) Traumen an verschiedenen Körperregionen erlitten. Diese Traumen werden in den folgenden Jahren meistens vergessen, sind aber der eigentliche Ursprung der späteren chronischen Beschwerden. Seelische Traumen, wie z.B. Todesfälle oder andere Verlustreaktionen können neben psychischen Störungen auch körperlichen Funktionsstörungen (z.B. Zwerchfell) auslösen.

7.2 Osteopathische Untersuchung

Voraussetzungen

Bei einer Osteopathischen Untersuchung wird grundsätzlich der ganze Patient untersucht und nicht nur die Körperregion, in der Beschwerden bestehen. Der Patient muss sich daher immer bis auf die Unterhose ausziehen.

Untersuchungsablauf

Zunächst untersucht der Arzt die Gesamtkörperspannung des Patienten im Stehen, um festzustellen, in welcher Körperregion die größten Spannungen vorliegen. Anschließend wird mit einem standardisierten Programm der ganze Körper untersucht, insbesondere die Arme, Beine, Becken, Lenden-, Brust- und Halswirbelsäule, der Brustkorb, die Bauchregion und der Schädel. Es erfolgen Untersuchungen im Stehen, Sitzen und Liegen.
Aufgrund dieser Untersuchung entsteht ein Gesamtbild, in welchen Körperregionen welche Funktionsstörungen vorliegen. Die gesamte Untersuchung erfolgt mit den Händen des Arztes, wobei verschiedene Bewegungstests durchgeführt werden und die Spannung der Gewebe mit den Fingerkuppen erspürt.

7.3 Osteopathische Therapie

Grundsätze

Bei der osteopathischen Therapie legt der Arzt zuerst fest, mit welcher Körperregion und mit welcher Funktionsstörung er beginnt. Richtschnur ist dabei das Gewebe des Patienten und die jeweilige momentane körperliche und seelische Verfassung des Patienten. Dies bedeutet, dass bei jeder Behandlung ein individuelles auf den Patienten abgestimmtes Vorgehen notwendig ist. Es gibt in der Osteopathie keine schematischen Behandlungen, sondern jeder Patient wird vor jeder Behandlung nach den oben genannten Prinzipien untersucht werden.

Behandlungsmethoden

Alle osteopathischen Behandlungsmethoden sind manuell, d.h. es wird ausschließlich mit den Händen behandelt. Grundsätzlich gibt es in der Osteopathie drei große Behandlungsgruppen:

Bewegungsapparat (Parietales System):
Osteopathische Techniken mit denen vor allem die Wirbelsäule, die Extremitäten und die Gelenke behandelt werden. Beispiele sind Manipulation, Muskelenergietechniken (MET), Techniken die sich mit Faszien beschäftigen Myofaszial, Functional, Counterstrain

System der Behandlung innerer Organe (Viscerales System):
Bei den visceralen Methoden wird der gesamte Bauchraum mit den Baucheingeweiden mit den Händen behandelt.

Cranio-sacrales System:
Beim cranio-sacralen System wir der Schädel mit den Hirnhäuten und Nerven behandelt.

Alle genannten Behandlungsmethoden sind in Kurzform auf der Webseite dargestellt, siehe Stichwort Osteopathische Behandlungs-Methoden.

7.4 Therapiedauer

Basisserie:
Eine osteopathische Behandlung dauert in der Regel zwischen 20 und 30 Minuten, in schwierigen Fällen auch länger. Nach der Grundbehandlung ist eine individuelle Ausrichtung notwendig. Im Regelfall kann mit 3 Behandlungen im Abstand von 2-3 Wochen eine gute bis sehr gute Stabilisierung des Behandlungserfolges erreicht werden. In besonders schwierigen Fällen wird die Basisserie auf 6-8 Sitzungen erweitert. Sollte damit keine wesentliche Verbesserung der Erkrankung erreicht werden, macht eine weitere osteopathische Therapie keinen Sinn und es sind andere Therapiewege einzuschlagen.

Kontrollen:
Nach Abschluss dieser Basisserie sollte eine erste Kontrolle in 3-4 Monaten erfolgen. Je nach Krankheitsbild erfolgen dann weitere Kontrollen in 6-9 Monaten.

Zentrumpraxis Friedberg

Dr.  Göbel
Dr. Schottdorf
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Ass. Prof. Osteopathic Medicine
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