| 1. Chirotherapie: Geschichte 2. Chriotherapie: Techniken 3. Chirodiagnostik 4. Chirotherapie: Risiken 5. Behandlung an der Wirbelsäule 6. Chirotherapie: Nebeneingriffe |
ChirotherapieDie Chirotherapie - wissenschaftlich Manuelle Medizin genannt - befasst sich im Rahmen der üblichen diagnostischen und therapeutischen Verfahren mit reversiblen (rückgängig machbaren) Funktionsstörungen am Haltungs- und Bewegungsapparat. |
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1. Geschichte und Herkunft der ChirotherapieDie Chirotherapie wurde in den letzten Jahrzehnten von ärztlichen und physiotherapeutischen Spezialisten weiterentwickelt, wissenschaftlich abgesichert und hat sich bis heute millionenfach bewährt.Die Chirotherapie benutzt in der Diagnose und Therapie ausschließlich die Hände des Therapeuten, um reversiblen Funktionsstörungen zu entdecken und zu behandeln. Bei solchen Funktionsstörungen können vor allem Schmerzen und Bewegungseinschränkungen an der Wirbelsäule und den Extremitäten auftreten. Patienten klagen aber auch über Taubheits- und Kribbelgefühle im Bereich der Halswirbelsäule, der Extremitäten, Kopf- und Nackenschmerzen. Zusätzlich können Schwindel, Seh- und Hörstörungen, Ohrgeräusche, Schluck- und Stimmstörungen, Halsschmerzen, Fremdkörper-, Kloß- und Engegefühle im Hals, Schweißausbrüche und Schlafstörungen beobachtet werden. |
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2. Techniken der ChirotherapieDie Manuelle Medizin umfasst verschiedene Behandlungstechniken, die die Funktionsstörungen und damit auch deren Folgen mildern oder beseitigen: 2.1 WeichteiltechnikenDabei erfolgt eine kurze Kompression eines muskulären Maximalpunktes (Schmerzpunktes) mit den Fingern, in spezieller Technik in Abhängigkeit von der gestörten Struktur z.B. am Sehnen-Muskel-Übergang.2.2 MobilisationDabei erfolgen passive (durch den Therapeuten durchgeführte) Bewegungen, die mit geringer Geschwindigkeit durchgeführt werden. Durch den Zug (Traktion) und / oder den Schub kommt es zur Vergrößerung des eingeschränkten Bewegungsraumes.2.3 ManipulationEs handelt sich um eine Gelenkbehandlungstechnik, die mit geringer Kraft Impulse hoher Geschwindigkeit und kleiner Amplitude vermittelt, um das Gelenkspiel wieder zu normalisieren.2.4 Neuromuskulären Therapien (NMT) und stabilisierenden neuromuskulären TherapienDiese werden unter Anleitung des Arztes zur Behebung der Funktionsstörungen der Muskulatur und der Gelenke eingesetzt.An der Muskulatur• bewusste Entspannung: nach leichter isometrischer (gleichförmiger) Anspannung entspannt der Patient bewusst die zu behandelnden Muskeln (sog. postisometrische Relaxation)• Muskeldehnungstechnik: nach minimaler isometrischer Anspannung erfolgt mit geringer Kraft die Dehnung durch den Behandler • Dehnungsbehandlung: nach maximaler isometrischer Aktivierung erfolgt die kräftige Dehnung durch den Behandler (sog. Stretching) • Entspannung der Muskulatur durch die Aktivierung der gegenwirkenden Muskeln (Antagonisten) An den Gelenken• Mobilisation unter Ausnutzung der direkten Muskelkraft der gleichwirkende Muskeln (Agonisten)• Mobilisation nach postisometrischer Relaxation (Entspannung) • Mobilisation unter Ausnutzung der reziproken (wechselseitigen) Hemmung der antagonistischen Muskulatur Muskel-Energie-TechnikenVerschiedene Behandlungstechniken, die unter anderen die postisometrische Muskelentspannung zur Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit benutzen. |
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3. ChirodiagnostikDer manuellen Behandlung, also der Chirotherapie, geht stets die Chirodiagnostik voraus, um den genauen Ort, die Art und das Ausmaß der Funktionsstörungen erkennen zu können. Zur Diagnostik gehören: Der Arzt entscheidet, ob er eine der oben genannten manuellen Behandlungstechniken (Chirotherapie) einsetzt oder er schlägt Ihnen ein anderes Verfahren vor. Dies kann z.B. die Verordnung von Krankengymnastik oder Massagen, die lokale Einspritzung oder Infiltration eines schmerzlindernden oder Schmerzausschaltenden Medikamentes (Analgetikum, Lokalanästhesie) oder aber eine Verordnung von Medikamenten sein. |
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4. Chirotherapie: RisikenBei der chirotherapeutischen Behandlung an den Extremitäten sind derzeit keine spezifischen und typischen Risiken bekannt, die einer Risikoaufklärung bedürften. |
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5. Behandlung an der WirbelsäuleNach der Erhebung der Befunde werden Sie möglichst entspannt in einer für den jeweiligen Eingriff bestimmten Weise auf dem Behandlungstisch gelagert. Es erfolgt die Einstellung des zu behandelnden Abschnittes (Segmentes) der Wirbelsäule, dann erst die eigentliche Behandlung. Jede chirotherapeutische Manipulation wird erst nach so genanntem Probezug (diagnostische Probebehandlung) durchgeführt. Dabei wird der Patient noch einmal nach Schmerzverstärkung und Auslösung von Schwindel gefragt. Nur wenn der Patient dies verneint wird der therapeutische Handgriff zur Manipulation gezielt als eine schnelle Bewegung mit geringem Kraftaufwand und kleiner Wegstrecke durchgeführt. Das oft hörbare "knackende" Geräusch gehört zur Behandlung. Es tritt bei der Lösung der Gelenkflächen voneinander auf. |
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6. Chirotherapie: NebeneingriffeNach dem chirotherapeutischen Eingriff kann der Arzt durch eine therapeutische Lokal-anästhesie(TLA) eine weitere Methode der Schmerzlinderung und Muskelentspannung einsetzen. Dieses Behandlungsverfahren beeinflusst heilend neurovegetative Funktionsstörungen oder Organkrankheiten über das Nervensystem. |
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